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Interview mit Jelena Dokic! Drucken E-Mail
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Wednesday, 17 October 2007
Jelena Dokic hat am 17. Oktober 2007 in Melbourne ein Interview gegeben:



„Zuallererst möchte ich sagen, dass es großartig ist, wieder in Melbourne zu sein.
Natürlich lebte ich in Sydney, dennoch gibt es viele Dinge, die immer noch neu
für mich sind. Ich war ganze zwei Jahre nicht hier und bin froh, sagen zu können,
dass dies eine wunderschöne Stadt ist, ich liebe es hier und bin wirklich froh,
wieder da zu sein.

Das Training hier ist einfach großartig, hier gibt es alle Einrichtungen, die ich für mein
Training benötige und es ist gut ein paar bekannte Gesichter zu sehen.

Also warum habe ich aufgehört zu spielen und warum habe ich nun mein Comeback?
Ich habe mich zurückgezogen und nicht gespielt, weil ich mich nicht bereit fühlte zu spielen.
Darum hatte ich mir das ganze Jahr frei genommen.

Man hat immer Höhepunkte und Tiefpunkte in einer Kariere, ich hatte eben einen
kleinen Tiefpunkt erreicht, bei dem ich mich nicht bereit fühlte zu spielen, eben bis jetzt.
Ich bin der Ansicht, dass wenn man nicht innerlich bereit dazu ist, zu spielen, wäre es
Kontraproduktiv es zu versuchen und ein halbherziges Comeback zu versuchen.
Dann ist es besser sich selber zu sammeln und es erst einmal zu lassen, wofür ich mich
auch entschieden habe.

Es hat zwar seine Zeit gedauert, aber nun fühle ich mich körperlich und geistig wieder fit
genug, um mich mit anderen zu messen. Ich fühle mich nun wieder der Aufgabe
gewachsen – geistig und körperlich, nun kann ich auch wieder 100 Prozent geben,
um hart zu trainieren und wieder zu spielen.

Dazu möchte ich noch sagen, dass ich den Tennis wirklich vermisst habe –
Tennis zu spielen und mich mit anderen zu messen.

Also für mich sind dies die besten Voraussetzungen, um wieder zurück zu kommen
und mich dem Tennis wieder vollkommen zu widmen“.
In meiner Hingabe an den Tennis bin ich sehr früh nach Melbourne gekommen,
um noch hart zu trainieren und um zu sehen, welche Möglichkeiten sich mir eröffnen.

Ich brauche viel Training und wollte zwei oder drei Monate mit hartem Training
vorab beginnen, dies ist der beste Ort, den ich mir dafür vorstellen kann.


Ich mache mir da keine Illusionen, es wird sehr schwer sein, aber ich strebe ein
vollständiges Comeback an, nur ein paar wenige Leute wie Jennifer (Capriati),
Mary (Pierce) und Andre (Agassi) haben dies jemals geschafft.

Es ist eine sehr schwere Position, da man sich den Respekt bei jedem ganz neu
verdienen muss!


Ein Comback ist hundert Mal schwerer, als wäre man ein Neuling, denn wenn man
zum ersten
Mal hier ist, gibt es viel weniger Druck, es ist alles neu und man ist eben sehr jung.

Die wohl größte Herausforderung ist für mich nun das harte Training in den nächsten
drei Monaten, ich freue mich zwar sehr darauf, aber es wird nicht einfach werden.
Also sollte ich unter den Top Fünf gelangen, dann ist mein Schlüssel zum Erfolg
lediglich hartes Training und davon sehr viel!


Ich spiele Tennis ab jetzt nicht nur, sondern ich lebe ihn!

Ich muss von 06:00 Uhr am Morgen bis 22:00 Uhr spät in die Nacht trainieren,
dann schlafen, aufstehen und dies eben für ganze drei Monate.
Zuerst jedoch starte ich mit viel Fitness in den Tag auf dem Platz, bevor das
eigentliche Training beginnt. Ich versuche also zuallererst mein Fitnesslevel wieder
aufzubauen, meinen Rhythmus auf dem Platz zu finden und dann mein
Trainingspensum zu schaffen.

Dabei möchte ich mir allerdings Zeit lassen, nicht dass ich mich dadurch selber verletze,
ich kenne meinen Körper und kann das gut beurteilen, was ich ihm zutrauen kann –
und was eben nicht.


Ich verfolge das Ziel in körperlicher Höchstform zu sein, wenn die Play-Offs beginnen,
natürlich eben nur so fit wie ich sein kann, da ich keinerlei Matches bis dahin spiele…
Dies alles ist natürlich nur die erste Stufe, da ich viele Matches bestreiten muss, um
wieder mental ein Teil des Spieles zu werden und natürlich auch, um wieder fit in
Matches zu werden!


Ich bin sehr froh einen guten Schlagpartner zu haben, dadurch kann ich die Intensität
meines Trainings individuell anpassen, es also entweder erhöhen oder senken.
Es hilft ungemein, wenn man gute und verlässliche Leute hat, mit denen man
zusammen arbeiten kann.


Erfahrungsgemäß sollte mein Fitnesslevel bereits nach zwei Wochen ansteigen,
dann kann ich sogar noch mehr trainieren, als noch zu Beginn des Trainings.
Auf dem Weg dorthin habe ich mir zum Ziel gesetzt ein paar Matches zu bestreiten
und vielleicht sogar ein paar Qualifyings zu spielen, je nachdem welche Möglichkeiten
sich mir offenbaren.


Ich muss mir immer in Erinnerung halten, dass ich ganz von vorne anfange.
Aber ich möchte jetzt nirgendwo anders mehr sein. Ich bin in einer Stadt, die ich einfach
liebe und werde hart trainieren, damit ich mein Comeback feiern kann,
für ein Spiel was ich liebe und lebe!


Ich habe den Tennis wirklich sehr vermisst und bin nun fest entschlossen zurück
auf den Platz zu gehen!“


Freie Übersetzung, Original Interview (in englischer Sprache) zu finden unter:
http://www.tennis.com.au/



Letztes Update ( Wednesday, 24 September 2008 )
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