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Biographie von Jelena Dokic

Geburtsdatum: 12.04.1983
Geburtsort: Osijek (Jugoslawien, heutiges Kroatien)
Familienstand: ledig
Eltern: Damir und Liliana Dokic, 1 jüngerer Bruder (Savo)

Nationalität: Australien (Jugoslawien)
Wohnort: Australien (Belgrad, Monte Carlo)

Größe: 175 cm
Gewicht: 60 kg

Spielweise: Rechts mit beidhändiger Rückhand

beste Weltranglistenposition: 4. (August 2002)
aktuelle Weltranglistenposition: 187. (Stand: 19.Januar 2009)

Profistatus: seit 1998
Coach: Borna Bikic (vorher u.a. auch Heinz Günthardt)

Ausrüster: Fila (Kleidung + Schuhe), früher: Yonex - Wilson (Schläger)
Weitere aktuelle Sponsoren: u.a. Mary Cohr (Kosmetik),

Erfolge: Turniersiege in Rom, Tokio, Moskau (2001), Sarasota, Birmingham (2002), Halbfinale Wimbledon 2000, 4 Doppel-Turniersiege

Sportliches Vorbild: Steffi Graf

Hobbies: Einkaufen, Kino (Lieblingsfilme: Titanic und Notting Hill, Lieblingsschauspieler: Tom Cruise, Richard Gere, Julia Roberts), Musik, Reisen
- am liebsten nach Rom oder Paris, Strandbesuche.


Bereits bei den Juniorinnen zeigte Jelena Dokic ihr Talent und schaffte es auf Position 1 der Juniorinnenrangliste im Sommer 1998. Aufgewachsen ist sie in im damaligen Jugoslawien und später Australien, nachdem sie mit ihrer Familie vor dem Krieg in ihrer Heimat (1994) flüchten mußte.

Ihre ersten großen Erfolge als Tennisprofi gelangen Jelena schon 1999.
Bei den Australian Open erreichte sie auf Anhieb die 3. Runde.
Im Sommer 1999 als 16jährige erreichte sie sogar das Viertelfinale in Wimbledon. Bereits in der ersten Runde fegte sie als Qualifikantin die damalige Nr. 1 der Weltrangliste, Martina Hingis, vom Platz (6:2 6:0). In den weiteren Runden besiegte
sie Katarine Studenikova, Anne Kremer und Mary Pierce und konnte erst von der Amerikanerin Alexandra Stevenson gestoppt werden.

2000 begann mit einer Erstrundenniederlage bei den Australian Open, bei den French Open erreichte Jelena die 2. Runde. Im Sommer aber konnte Jelena Dokic wieder in Wimbledon Erfolge feiern, hier erreichte sie das Halbfinale, bei den US Open schied sie erst in der 4. Runde aus. Bei den olympischen Spielen in Sydney,
wo sie für ihre Wahlheimat Australien antrat, erreichte sie ebenfalls das Halbfinale
und verlor das Spiel um die Bronzemedaille gegen Monica Seles.
Die Saison 2000 beendete Jelena mit Platz 26 in der WTA-Rangliste. 2000 machte auch Jelenas Vater und damaliger Begleiter auf der Tour, Damir Dokic, erstmals
auf sich aufmerksam, als er betrunken nach Jelenas Sieg in der 2. Runde in
Wimbledon nach Auseinandersetzungen mit Journalisten festgenommen wurde.

Das Jahr 2001 begann für Jelena furios. Bei den Australian Open fühlte sie und ihr Vater sich bei der Auslosung betrogen und verkündete kurz vor dem Turnier, dass
sie nun nicht mehr für Australien, sondern wieder für ihr Heimatland startet. Ihr Erstrundenmatch verlor sie danach knapp in 3 Sätzen gegen Angstgegnerin und Titelverteidigerin Lindsay Davenport.
In diesem Jahr kehrte sie auch Australien als Wohnsitz den Rücken. 2001 trat sie
das letzte Mal bei den Australian Open an.
Sportlich lief es ordentlich für Jelena Anfang 2001: In Miami erreichte sie das Viertelfinale, bei 2 weiteren Turnieren mußte sie in Runde 1 bzw. 3 die Segel streichen. Bei den beiden weiteren Grand Slam-Turnieren in Paris und Wimbledon erreichte sie die 3. bzw. 4. Runde. Auch bei den US Open erreichte sie die 4. Runde. In Rom, Tokio und Moskau konnte sie 2001 sogar ihre ersten Turniersiege bei den Senioren feiern und enterte im Oktober 2001 die Top 10 (Ende des Jahres auf Position 8 der Weltrangliste). Auch im Doppel konnte Jelena 2001 erste Titel gewinnen.

2002 beherrschte ihr Vater die Schlagzeilen, bei mehreren Turnieren wurde er sogar
ausgeschlossen. Sportlich konnte Jelena nochmals Erfolge in Sarasota und Birmingham vorweisen, in Paris (Halle), Straßburg und San Diego scheiterte sie im Finale. Im Sommer 2002 ereichte Jelena ihre höchste Weltranglistenposition (4).
Bei den Grand Slams wurde ihre Ergebnisse zunehmend schwächer (French Open Viertelfinale, Wimbledon 3. Runde, US Open 2. Runde).
2002 überwarf sich Jelena mit ihrem Vater, der Belgrad verlassen und Jelena ab sofort für Großbritannien starten sehen wollte. Ab Ende des Jahres begleitete ihr Vater sie nicht mehr auf der Tour. Privat fand sie mit dem brasilianischen Formel 1-Fahrer Enrique Bernoldi ihr Glück.

2003 war Jelena zwar ähnlich aktiv wie im Jahr zuvor (30 bestrittene Turniere 2003; Vorjahr 29), doch nicht mehr so erfolgreich.
2002 gewann sie von 79 Matches noch 53 (26 verloren), 2003 waren es nun nur
noch 28 Siege bei 30 Niederlagen (58 Matches). In diesem Jahr erreichte Jelena Dokic nur ein Finale und ein Halbfinale, bei den Grand Slam-Turnieren verweilte sie auch nicht lange (French Open und US Open kam das Aus jeweils in der 2. Runde,
in Wimbledon in der 3.).
Im Sommer 2003 wurde auch Borna Bikic, Jelenas neuer Trainer (er ersetzte den
ein halbes Jahr zuvor erst engagierten Heinz Günthardt), dies war er bis Ende 2004.
Gegen Ende des Jahres zerbrach ihre Beziehung mit Enrique Bernoldi.
In der Weltrangliste schloss Jelena das Jahr auf Position 15 ab.
Nachdem Ende der Beziehung zu Bernoldi nahm Jelena wieder Kontakt zu ihrer Familie und ihrem Vater auf.

2004 wollte Jelena dann auch wieder in Australien spielen, doch kurz vor Turnier-
beginn sagte sie wegen zu schlechter körperlicher Verfassung ab.
Bei ihrer ersten Turnierteilnahme 2004 in Tokio erreichte Jelena das Halbfinale.
Doch dann fiel ihre Formkurve rasch und sie verlor u.a. Erstrundenmatches bei den French Open, in Doha, Indian Wells, Berlin und Birmingham. In einem Fed-Cup-
Spiel für Serbien-Montenegro zog sie sich eine Leistenverletzung zu.
Auch in Wimbledon und bei den US Open scheiterte sie in der ersten Runde. Ursache hierfür waren Probleme mit ihrem Vater, während der Turniere
schottete sie sich mit Sicherheitspersonal ab.
Zwischen Wimbledon und den US Open zog sie sich komplett zum Trainieren zurück. Gegen Ende des Jahres, das sie auf Position 129 der Weltrangliste beendete, warf sie nochmals eine Ellbogenverletzung zurück. In dieser Zeit folgte wieder eine Ver-
söhnung mit ihrem Vater und sie zog zurück von Monte Carlo, wo sie zwischenzeitlich (wie in Tampa, Florida) lebte, nach Belgrad. Auch von ihrem Trainer Borna Bokic trennte sie sich.

In den Jahren 2005 bis 2007 eskalieren die Turbulenzen im privaten Bereich, der Leistungssport trat zwangsläufig in den Hintergrund.
Jelena fiel in dieser Zeit in ihrer sportlichen Entwicklung weit zurück und in der Weltrangliste in den freien Fall; 2005 auf 351, 2006 auf 621, 2007 wurde sie nicht mehr in der Top-1000 bzw. im WTA-Ranking geführt, da sie in dieser Saison nur
noch bei einem Turnier antrat und das dortige Auftaktmatch verlor.

2008, "der Nebel lichtet sich", auch im privaten Bereich klären sich die Dinge.
Jelena kann diese Saison erstmals seit Jahren, wieder befreit und konzentriert an einem Wiedereinstieg in den Leistungssport arbeiten. Wieder unterstützt von ihrem Trainer Borna Bikic, dem Bruder ihres langjährigen Lebensgefährten Tin Bikic.
Hartes Aufbautraining, körperliche Fitness und die Re-Profilierung über viele kleine Turniere stehen auf dem Programm.
Jelena "zieht über die Dörfer" und spielt in diesem Jahr insgesamt 13 Turniere in
den kleinen Klassen "Tier III und IV" sowie noch klassenkleinere Ranglistenturniere.
Auch in Deutschland trat sie 3x an.
Die Mühen lohnen sich. Bis zum Jahresende kann sie 350 Rankingpoints sammeln, damit steigt sie von 0 auf Platz 187 in der Weltrangliste.
Über ein Qualifikationsturnier holt sie sich auf sportlichen Weg kurz vor Weihnachten, eine Wildcard für die Australian Open 2009 und verbucht damit den nächsten zählbaren Teilerfolg auf ihrem langen Weg zurück in die Weltspitze.

2009, in mehreren aktuellen Interviews formuliert Jelena Dokic ihr Saisonziel 2009 mit: "Stabilisierung der Leistung" und "Erreichen der Top-50 des Weltdamentennis".

Wir drücken die Daumen!




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